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Warum ich wieder mehr twittere ...

26.11.2016

 

Facebook fragt wieder mal, was ich mache. JETZT habe ich echt einen Hals auf die web-basierende Mistgrube des Herrn Zuckerberg aka Facebook; Das sehr umfängliche Posting von gestern am Morgen ist weg! Ich habe es on-page geschrieben und es war so ein schicker Text, der sich entwickelte zu einem Artikel für meine Seite, warum sie so ist wie sie ist, wem sie gewidmet ist und wer Patenschaft stand. Andere und ich fanden den Text gut, es entspannte sich hier und durch Shares andernorts eine gute Kommunikation, so wie mir die Interaktion mit Menschen, auch die zufällige auf der Strasse, wieder sehr wertvoll geworden ist, denn durch sie potenzieren und translatieren, kurzum steigern sich meine Gedanken nachgerade ins Generelle, Unendliche ...

 

Und angelegentlich muss man die gesteigerten Einsichten und "ahndevolle Halbgedanken" (Thomas Mann: Der Zauberberg) sogar fixieren, damit man später den Faden wieder aufnehmen und weiter spinnen kann. Es soll schon vorgekommen sein, dass ich auf den Aufsatz von Heinrich von Kleist: "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden". [UND beim Schreiben] hingewiesen habe. GENAU darum geht es, wenn die Umsetzung an einer mistigen Software scheitert, dann könnte ich mich zwar noch einmal ransetzen, wüsste aber auch, dass dann Anderes dem zum Opfer fiele.

 

Ich weiss ja, dass der Mensch auch ein "Augentier" ist. Daher habe ich schon vor vielen Jahren mein Augenmerk darauf gelegt, dass ich lizenzfreie Grafiken und Bilder verwende, damit diese in die Previews für die Facebook-Postings eingelesen werden können, um das Ganze dann mit einer guten Überschrift und einem Teaser zu versehen. All das muss man zeitaufwendig programmieren. Mal davon abgesehen, dass schon immer nicht alles von Facebook eingelesen wurde, erscheinen dann plötzlich nach einiger Zeit weder Grafik noch Text, sondern nur doch Daten- und Linkmüll. Für einen, der eigentlich schreiben will und mit diesem Wort den Gang der Welt ein wenig verändern möchte, halten genau diese Zumutungen von Facebook von der eigentlich Absicht ab und sorgen für Stress ...

 

Doch schlimmer geht immer: Auch die ganzen Sharings, also die von anderen Usern geteilten Postings, sind weg, inkl. der komplexen Kommunikation in den jeweiligen Kommunikationssträngen (Threads). NIE MEHR WERDE ICH GRÖSSERE TEXTE ON-PAGE BEI FACEBOOK SCHREIBEN! Irgendwie kann es auch nicht sein, dass bei Denkern und Schreibern deren geistiges Eigentum wegen der mistigen Software des Herrn Zuckerberg zerstört wird und ggf. dadurch auch – nicht in meinem Falle – die berufliche Grundlage solcher Menschen gefährdet wird. Man kommt natürlich nicht umhin, Facebook zu nutzen, nur sollte man als Blogger Tricks beherrschen und Fallstricke umgehen ...



Uwe Ness | Texte zu Politik, Literatur & Geschichte