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kurz gebloggt ...

Unterwegs zu Rosa

18.12.2016

 

Dieser Tage bin ich mit vielen Dingen beschäftigt und mache so allerlei nebenbei, gleichwohl schreibe ich. Veles wurde in den vergangenen Jahren schon von mir getextet, das nicht ungültig geworden ist. Was verändert die Welt mehr als das freie und richtige Wort, die global gedachte Idee, deren Zeit gekommen ist?

 

Dieser Tage bin ich unterwegs an das Grab der Patin meiner Seite, deren Satz "Ich fühle mich in der ganzen Welt zu Hause, wo es Wolken, Vögel und Menschtränen gibt." seit vielen Jahren meine Briefe zieren darf - Rosa Luxemburg. Bei den alljährlichen Umzügen im Januar war ich noch nie sowie ich seit vielen Jahren die Zauderer, Zerstörer, Zerlaberer und Zerfledderer kreativer Ideen meide.

 

Rosas Leidenschaft erwuchs aus der (Mit)Leidenschaft, aus tiefer Sympathie mit jedem Wesen, das sich reckt, streckt und drängt nach Leben – ob gequältem Stier im Gefängnishof in Wronke, geknechtetem Proletarier, der auf Befehl von Kaiser und im Interesse des Kapitals den Menschengenossen auf der anderen Seite des Schützengrabens morden mußte oder dem hungernden Kind in Afrika. Zeitgenosse, denk' an Afrika und tu' was gegen die perverse Spekulation mit Nahrungsmitten und gegen die Kriege! Meine Themen der Zukunft wären auch Deine, Rosa: #Krieg #Hunger #Klima - Die Menschheitsthemen.

 

Liebste Rosa, ich wünschte mir, Du wärest nicht 1871, sondern 1971 geboren. Du gabst mir Halt bereits in jungen Jahren durch Deine "Briefe aus dem Gefängnis" und die Schärfe Deines Verstandes durch "Sozialreform oder Revolution", "Massenstreik, Partei und Gewerkschaften", "Zur Russischen Revolution" und viele andere Texte mehr.

 

 

Liebste Rosa, nicht nur ich gedenke Deiner und zwar nicht nur mit der "Freiheit der Andersdenkenden", sondern mit Deiner ganzen Wut gegen ein täglich 30.000 Menschen mordendes System. Zeitgenosse, nenn' es, wie Du willst, es bleibt der tägliche Blutzoll. Es beschämt mich, zur Gattung Mensch zu gehören, dass dies bis heute nicht gelöst ist. Es soll ja auch Christdemokraten geben mit Herz, aber warum nur setzen die sich in der Entwicklungspolitik oder beim globalen Kampf gegen AIDS nie durch? EBEN, weil das System seine globalen und lokalen Statthalter hat und allmählich der GLAUBE sich etabliert, das Ganze sei gottgegeben. Dabei steht in unserer Verfassung doch nicht das System, sondern die "soziale Marktwirtschaft" oder so ähnlich ...

 

Blickt man dieser Tage über den großen Teich hinweg in die USA zu den globalen Statthaltern des Systems, so bestand dort nur die Wahl zwischen dem direkten Durchgriff der Wall Street auf die Politik oder der unmittelbaren Herrschaft der Oligarchen. Wen hätte man da wählen sollen? Die Frage stellt sich vorerst nicht mehr, so geht es doch schlussendlich in den USA nur darum, welches mehr oder minder sympathische Gesicht dem Ganzen vorsitzt. Obama vermochte es gekonnt, die miesete Politik und schmutzige Kriege mit wohlfeilen Worten und einem mitunter gewinnenden Auftreten zu verkaufen. Nach diesen Kriterien hat er seine Aufgaben erfüllt. Doch es wäre schön gewesen, sofern Bernie Sanders, dessen Arbeit ich seit vielen Jahren wertschätze, die Vorwahlen gewonnen hätte. Bernie Sanders hatte auch einen viel größeren und wahlentscheidenden Vorsprung in den Umfragen gegenüber Donald Trump als Hillary Clinton. Trotz alledem: The Political Revolution continues!

 

Arbeiten von mir:

Missbrauchte Rosa - Zur "radikalen Realpolitik" und der zweifelhaften Luxemburg-Rezeption in Teilen der LINKEN;

Antikommunismus 2.0 - Vom Versuch, eine Idee zu delegitimieren;
 

 

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Uwe Ness | Texte zu Politik, Literatur & Geschichte