Home
konkret & abstrakt
Zw. Revolte & Krieg
Afghanistan-Krieg
USA
Krieg in Libyen
Dt. Lit./Ge/PoWi
Reise des Lucas Leon
homo ludens
Das Gesetz Kafkas
Vor dem Gesetz
Zur Sprache
Der Mann vom Lande
Repräsentanten
Integration
Das Gesetz
Freiheit und Zwang
Der Aspekt der Macht
Schlußbetrachtung
Literatur
Der Zauberberg
Parteipolitisches
Archiv - Gentechnik
cv & über mich
Twitter & Facebook
Kontakt & Impressum
Sitemap

III. Repräsentanten der Institutionen: Türhüter, Sekretäre und Richter

 

Was das Äußere des Türhüters anbelangt, so kommt Ritchi Robertson[1] zu dem Schluss, dass dieser ostjüdisch erscheine: Der Pelzmantel, die große Spitznase und der lange Bart seien Attribute dieser Volks­gruppe. Zweifelhaft ist, ob Franz Kafka ein derart klischeehaftes Bild vom Ost­judentum zeichnen wollte, zumal er selbst Jude war. Hartmut Binder[2] führt für das Aus­sehen des Türhüters eine naheliegendere Erklärung an: In Das Schloß wird die Tatsache, dass K. trotz der Kälte und des Schnees keinen Pelz besitzt, als Indiz für Armut gewertet. Umgekehrt kann man schließen, dass der Türhüter selbst und die Institution, der er angehört, wohlhabend oder zumindest nicht arm sind. In diesem Pelz jedoch leben Flöhe, womit andererseits wiederum Schmutz und Armut assoziiert werden. Ein Widerspruchverhältnis entsteht, das Bild der Institution Gesetz, welche der Türhüter vertritt, wird in Frage gestellt. Genauso werden in den beiden Romanen Das Schloß und Der Prozeß die be­hördliche Autorität und deren absoluter Machtanspruch auch und gerade dadurch gekennzeichnet, dass deren Vertreter, die Beamten und Richter, allzu menschliche und gelegentlich gar groteske Verhaltensweisen zeigen. Diese laufen dem Anspruch und dem Bilde einer vermeintlich erhabenen Institution zuwider: Die Richter lesen pornographische Schriften und üben das Recht, das über Leben und Tod entscheidet, in dunklen, schmutzigen Dach­kammern aus. Die Schlossbeamten stellen den Frauen nach und illustrieren damit gleichzeitig die un­bedingte Verfügungsgewalt des Schlosses über das Dorf und dessen Bewohner. Bart und Spitznase sollen keineswegs einen Bezug zu einer Volksgruppe oder einem bestimmten Menschentypus herstellen, sondern sind lediglich die Details im Äußeren des Türhüters, welche nur für die subjektive Motivation des Mannes, doch lieber zu warten, von Bedeutung sind. Keinesfalls können sie objektiv als furchterregend gelten.

Wie bereits ausgeführt, ist das Innenleben des Türhüters bestenfalls von sekundärer Bedeutung für den Erzähler. Der Leser und der Mann werden gleichzeitig mit dem Äußeren und den Äußerungen des Tür­hüters konfrontiert. Franz Kafka selbst betitelte den Text mitunter auch mit „Türhütergeschichte“[3]. Dass der Mann den Türhüter „ermüdet“, ist lediglich insofern von Interesse, als dass dadurch die Nutzlosigkeit der vielen Fragen des Mannes ausgedrückt wird. Die Richtigkeit der Aussage mancher Rezensenten, der Türhüter empfinde Mitleid mit dem Mann und reiche ihm deshalb einen Schemel, kann durch den Text allein nicht geklärt werden. Mindestens genauso legitim wäre es festzustellen, dass der Türhüter den Mann von seinem Ziel ablenken will, indem er ihm eine behagliche Ruhestätte ermöglicht. Es tauchen im Text für beide Behauptungen keine Belege auf. Vielmehr können wir auch diesen Aspekt nur in seiner Wirkung auf das Tun des Mannes untersuchen. Der Mann richtet sich also ein, was zunächst darauf schließen lässt, dass ihn eine gewisse Hartnäckigkeit oder gar Sturheit auszeichnet – gleichsam Eigenschaften, die man Land­­leuten eher als Städtern zuschreiben würde. Kurzum: der Mann wird vom Türhüter gleichzeitig aufgefordert und abgelenkt. Der Mann hat die beiden Optionen zu warten oder einzutreten. Nur für den Eintritt müsste er den natürlichen Mut des Mannes vom Lande noch besitzen, aber er beginnt sich zu vergeistigen und versucht den Türhüter zu begreifen und die Flöhe zu bestechen. Er hat den Blick fürs Wesentliche nicht mehr – für das Gesetz, das er einst gesucht hatte.

 

Der Türhüter wird unmittelbar zu Beginn der Legende eingeführt und mit dem Gesetz in einen Zusammen­­hang gesetzt. Dem Anschein nach wurde er vom Gesetz zum Türhüten bestellt. Das jedoch ist bereits eine mögliche Interpretation durch den Leser. Der Türhüter wird nicht als Mensch mit einer bestimmten Aufgabe eingeführt, sondern als eine Art Beamter. Vermeintliche menschliche Züge, welche durch die Frage, ob er den Mann vom Eintritt ablenken will oder mit ihm Mitleid hegt, angedeutet werden, tauchen erst später auf. Gesetz und Türhüter scheinen anfangs Konstanten zu sein. Vor dem Gesetz, einem Dativ-Objekt, steht das Subjekt, der Türhüter, dessen Verlautbarungen den Umständen nach vom Gesetz ausgehen und als dessen Äußerungen gelten können. Durch den zweiten Satz wird der Türhüter statisch, zum Objekt, zum Adressaten der Handlungen des Mannes. Dieser ist als Mann vom Lande nicht nur auf grammatikalischer Ebene das Subjekt, sondern auch der Ankommende, der Fragende und der Handelnde. Auf sprachlicher Ebene gibt er im dritten Satz bereits das Gesetz auf. Der Türhüter wird wieder zum Subjekt und teilt dem Mann auf dessen Bitte mit, dass er ihm den Eintritt nicht gewähren könne. Er sagt nicht, er dürfe ihm den Eintritt nicht gewähren, weil das ihm vom Gesetz verboten worden sei, sondern er „kann“ es nicht. Das wiederum kann auch bedeuten, dass die Erlaub­nis zum Eintritt möglicherweise außerhalb seiner Macht liegt. Die Berechtigung zum Eintritt könnte auch im Innern des Mannes liegen. Er tritt zur Seite und scheint dadurch den Mann tatsächlich indirekt zum Eintritt aufzufordern. Es ist möglich, dass er sie gar nicht hat, die Macht, um den Mann vom Eintritt abzuhalten. Insofern bekäme die Aussage „Merke aber: ich bin mächtig.“ sowie seine Ergänzung „Und ich bin nur der unterste Türhüter“ eine gänzlich andere Lesart: Da es sowieso unklar ist, wie der Türhüter überhaupt in den Dienst des Gesetzes gelangt ist, könnte dieser sich einfach das Amt anmaßen. Schon den „Anblick“ des dritten Türhüters könne der Türhüter nicht mehr ertragen. Auch der Mann wird durch das Äußere des Türhüters vom Eintritt abgehalten, allerdings erst in dem Augenblick im 13. Satz „als er...[ihn] genauer ansieht“ beginnt er sich zu fürchten. Indem jedoch das Aussehen des Türhüters objektiv alles andere als schreckenseinflößend ist, könnte der Türhüter genauso einer Täuschung unterliegen. Insofern wird die Aussage zweifelhaft, er könne die dritte Tür wegen des Anblicks des dortigen Türhüters nicht passieren. Im Übrigen muss das, was für den Türhüter innerhalb der Türhüter-Hierarchie gilt, nicht zwingend auch für den freien Mann vom Lande gelten. Nur dieser macht sich die Sicht des Türhüters zueigen und damit auch dessen Ängstlichkeit vor den nächsten Türhütern.
Der Türhüter hat das Gesetz, vor dem er seinen Dienst versieht, selbst nie gesehen. Die Frage, wie er zu seinem Dienst bestellt wurde, bleibt in der Legende offen. Es ist denkbar, dass er – ähnlich wie der Bote Barnabas in Das Schloß, der als Mittlerfigur zwischen K. und der Schlossbehörde auftritt, einfach mit dem Wunsch zu dem Gesetz gekommen, in seinen Dienst zu treten. Barnabas verspricht sich von seinem freiwilligen Dienst für die Behörde, dass er in die Sphäre der Beamten vordringen kann, um so zu einer Rehabilitierung seiner beim Schloss in Ungnade gefallenen und aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossenen Familie beizutragen. Damit wäre die Aussage, die Äußerungen des Türhüters seien gleichzeitig Mitteilungen des Gesetzes, entkräftet. Der Türhüter wäre demzufolge ein Wichtigtuer, der es sich anmaßt, ohne Auftrag den Mann von seiner Weiterreise abzuhalten. Wie bei vielen Interpretationen schließt der Text auch in dieser Frage eine endgültige Festlegung aus, die über jeden Zweifel erhaben wäre. Woher sollte der Türhüter denn sonst wissen, dass der Eingang nur für den Mann bestimmt sei, wenn er nicht Kontakt, eine Verbindung zum Gesetz besäße? Es gibt bei Franz Kafkas Texten mindestens immer zwei Lesarten – die Wahl der Sichtweise erfolgt schlussendlich auf emotionaler Ebene im Gefühl und Zutrauen des Lesenden zu sich selbst.


Wie die Beamten in Das Schloß oder die Richter in Der Prozeß führt der Türhüter „kleine Verhöre“ mit dem Mann durch. Er stellt „teilnahmslose Fragen, wie sie große Herren“ stellen. Dass diese Verhöre unwichtig und unbedeutend seien, könnte man daraus schließen, dass es „kleine Verhöre“ sind und die Antworten keine Verhaltensänderung des Türhüters bewirken. Der Türhüter fragt „ihn über seine Heimat...und nach vielem anderen“ aus. Er scheint sich, gelangweilt von seinem Dienst, zunächst nur die Zeit vertreiben zu wollen. Dass dem offensichtlich nicht so ist, wird durch den Bezug zum Gesetz deutlich, den er selbst herstellt. „Zum Schlusse [- wenn ein Verhör abge­schlossen ist -] sagt er immer, dass er ihn [den Mann] noch nicht einlassen könne.“ Es muss also ein Zusammen­hang zwischen den Verhören und dem Einlass vorhanden sein. Man könnte meinen, der Türhüter prüfe die Antworten des Mannes, ob diese genügend Reife aufweisen, da er ihn „noch nicht“, also möglicherweise später, eintreten lassen könne. In Das Schloß dringt Josef K., der zu einem Verhör in den Herrenhof beordert wurde, in einer Nacht versehentlich oder vielleicht auch aus freiem Gefühl in das Zimmer des Schlossbeamten Bürgel ein und weckt diesen aus dem Schlaf. K. ist m.E. einfach aus Gedankenlosigkeit heraus eingetreten. Ein Gespräch entwickelt sich. Der „Verbindungs­sekretär“
[4] Bürgel zeigt sich bereitwillig, K. zu helfen, da er in einer „Lage [ist], in der es schon bald unmöglich wird eine Bitte abzuschlagen“[5]. K. wird sich zwar seinerseits der Wichtigkeit des Gesprächs bewusst, offenbar jedoch wird sein Sinn seines Körpers nicht Herr. Er scheitert an seinem Körper, da er in diesem wichtigen Moment einschläft. Die Parallelen sind frappierend. Beide Unterhaltungen, welche zwischen Mann und Türhüter sowie zwischen K. und Bürgel stattfinden, werden als Verhöre bezeichnet, obwohl sie eher den Charakter von Erkundigungen besitzen. Beide Mittlerfiguren, Türhüter und Sekretär, stellen vermeintlich unbedeutende Fragen. K. kann es sich nicht vorstellen, dass er durch diese Verhöre an solch ungewöhnlicher Stelle und Uhrzeit seinem Ziel näherkommen kann, genauso wenig wie der Mann. Es sind ja nur „teilnahmslose Fragen“ zu Dingen, die mit seiner jetzigen Suche augen­scheinlich nichts zu tun haben, so wohl die Auffassung des Mannes. Dennoch wird in beiden Textstellen für die Protagonisten ein unmittelbarer Bezug zu ihrer jeweiligen Suche hergestellt und ein Ausweg aus ihrem Labyrinth an Fragen geboten. Diese Struktur des Labyrinths setzt sich auch in den Räumlichkeiten innerhalb des Schloß-Romans fort. K. versäumt es, die Bitte vorzutragen. Ebenso fragt auch der Mann nicht noch einmal, ob er eintreten dürfe. Ansonsten würde der Türhüter nicht „sagen“, dass er ihn nicht einlassen könne, sondern er würde auf die Frage nach Einlass antworten, wenn sie der Mann noch einmal gestellt hätte. Vielmehr wiederholt er ungefragt die Antwort auf die erste und einzige Frage. Der Mann hat in all den Jahren nicht mehr danach gefragt, sondern sich untergeordnet und demzufolge gebeten. Die Logik ist stimmig, schließlich ist der Mann von seinem Ziele, von seiner eigentlichen Fragestellung abgekommen und hat seine Zeit verschwendet mit Nebensächlichkeiten.
Der Türhüter ist gegenüber den Versuchen, ihn zum Einlass zu bewegen, immun: Er nimmt zwar den Besitz des Mannes an, teilt ihm aber auch gleichzeitig die Nutzlosigkeit der Bestechung mit. Während der Mann alt und schwach wird, ist der Türhüter der Zeit enthoben, er ist selbst nach vielen Jahren noch genauso groß wie zu Beginn: Er wird vom Mann her gewunken, um dessen letzte Frage zu hören, die er zunächst unwirsch mit „du bist unersättlich“ kommentiert. Der Mann ist „schon an seinem Ende“, als ob die inzwischen verflossenen Jahre ein kurzer Zeitraum wären. Für ein Menschenleben mögen sie lang sein, jedoch nicht angesichts der Zeitlosigkeit, welche durch den nicht alternden Türhüter ihre Versinnbildlichung findet. In diesem Zusammenhang von Ewigkeit zu reden, verbietet sich, denn dadurch bekäme jede Aussage eine religiöse Tendenz. Gleichwohl ist eine Zeitlosigkeit, welche leicht für Ewigkeit gehalten werden kann, feststellbar. Der Mann ist nach Jahren, vielleicht gar Jahrzehnten des Wartens „schon am Ende“. Dieses Paradoxon ist nur auflösbar, wenn man davon ausgeht, dass das Gesetz, ja selbst der Türhüter jeglicher Zeitlichkeit enthoben sind.


Die Frage, ob der Türhüter Schuld auf sich geladen hat oder nicht, ist nicht eindeutig zu beantworten, zeichnet sich Franz Kafkas Text hier durch eine Mehrdimensionalität aus, die verschiedene Sichtweisen zulässt. Der Vorwurf, den Josef K. in Der Prozeß
[6] dem Türhüter macht – und welchem viele Rezensenten folgen – nämlich, der Türhüter habe den Mann vom Lande täuschen wollen, wird vom Gefängnisgeistlichen hinterfragt mit dem Hinweis, der Türhüter habe nur seine Pflicht getan. Er habe die erlösende Antwort erst gegeben, als er danach gefragt worden sei.[7] Wilhelm Emrich bemüht für seine Argumentation hingegen keine Schuldkategorien: Da der Türhüter vom „Weltgesetz“[8] angestellt und daher ein „Diener des höchsten Gesetzes“[9] sei, könne er nicht lügen. „Der einzelne Mensch kann wohl lügen, aber nicht die Gesetzmäßigkeit, die durch ihn hindurchgeht, nicht das Leben selbst, das gelebt wird; und nichts anderes als diese Gesetzmäßigkeit repräsentieren ja diese Beamten, solange sie im ´Amt´ sind.“[10] Wilhelm Emrich löst die Schuldfrage, indem er das Geschehen auf eine höhere, eine meta­physische Ebene emporhebt. Auf diese Weise werden die Widersprüche aufgelöst. Dadurch wird der Türhüter jedem menschlichen Urteil entrückt und sein Handeln kann nicht gerecht oder ungerecht sein, da es ja Bestand­teil des Weltgesetzes ist. Da das Handeln des Türhüters nur richtig sein kann, weil es zum Weltgesetz gehört, muss die Ursache für das Scheitern des Mannes woanders liegen, nämlich beim ihm selbst. Schuldig müsste er insofern geworden sein, als dass er es versäumt hat, den für ihn bestimmten Eingang auch zu benutzen. Durch jahrelanges Warten vor dem Gesetz, durch den Versuch, die Umstände zu begreifen, sich die Regeln des Gesetzes, besser des Türhüters zu ergründen, wird der Mann vom Eintritt abgehalten. Er hätte aus tumber Torheit, also dem natürlichen Mut eines Landmenschen eintreten sollen. Nur der Mann vom Lande mit angeborenem Mut wurde zum Mann, zum Menschen, welcher eine Rolle spielt und welcher sich seine raison d’être vom Verstande her erwerben will. Diese Aussage kann auf der sprachlichen Ebene untermauert werden: Als „Mann vom Lande“ wird er nur im 2. und im 13. Satz bezeichnet, hernach ausschließlich als „Mann“. Bei der zweiten Textstelle wird ein Bezug zur Vorgeschichte der Legende hergestellt, „Solche Schwierigkeiten hat der Mann vom Lande nicht erwartet;“ Sie beschreibt seine damaligen Vorstellungen als er noch wirklich der Mann vom Land war und sich dann auf die Suche begab. Im Verlaufe der Legende wurde er zum bloßen Mann allein. Er scheitert in seiner Rolle als Wartender, er will das Gesetz be- und ergründen anstatt einfach mit natürlichem Zutrauen zum Gesetz und fußend auf Selbstvertrauen einzutreten.

 
 


[1] Vgl. auch Robertson, Ritchi [1989], S. 171.
[2] Vgl. auch Binder, Hartmut [1993], S. 78f.
[3] Kafka, Franz [1983], Bd. Tagebücher, S. 335.
[4] Kafka, Franz [1992]: Das Schloß. In der Fassung der Handschrift. (Hrsg. Malcom Pasley). S. 324.
[5] Ebd., S. 336.
[6] Vgl. Franz Kafka [1983], Bd. Der Prozeß, S. 183.
[7] Vgl. Gaier, Ulrich [1974], S. 106.
[8] Emrich, Wilhelm [1958], S. 266.
[9] Ebd., S. 266.
[10] Ebd., S. 266.
 


Uwe Ness | Texte zu Politik, Geschichte & Literatur