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Glasperlen

 

homo ludens

 

Homo ludens ist der sich stets spielend ausprobierende und neu erfindende Mensch und eine zentrale Kategorie im Werke von Hermann Hesse, genauso wie dieses Bild eine Reminiszenz an das Glasperlenspiel darstellt.

 

Und so widmet sich dieser Teil meiner Seite der Literatur: Innerhalb des Romans Der Proceß (Originalschreibweise) von Franz Kafka ist ein kurzer Text namens Vor dem Gesetz angesiedelt, eine "Legende", wie er von Franz Kafka selbst genannt wird und den er auch eigenständig veröffentlichte. Der Text wurde von Kafka in der ihm eigenen, sehr nüchternen, bisweilen gar kargen Sprache gehalten und seine besondere Wirkung besteht nunmehr darin, dass Menschen unabhängig ihres Bildungshorizonts ihn ganz unterschiedlich und stets überaus individuell gefärbt verstehen und den Gehalt be- und ergreifen. Jeder, der des Deutschen mächtig ist, sollte einmal versucht sein, die knapp eineinhalb Seiten auf sich persönlich wirken zu lassen und ein wenig darüber zu grübeln ... Umfängliche Erläuterungen zu den sprachlichen Tricks und Methoden Kafkas sowie eine Kontextualisierung der "Legende" mit seinem Werke sollen dabei weitere Anregungen bieten.

 

Daneben findet sich eine Arbeit zu Thomas Mann Der Zauberberg, der für mich das zauberhafteste Berglein der deutschen Literatur darstellt und hingewiesen sei gerade auf die Interaktion, welche sich in Form einer Dreiheit (Trias) aus dem Protagonisten Hans Castorp, dem Erzähler und dem geneigten, zur Initiation bereiten Leser ergibt. Der Roman ist ein Mittel der "Seelenzauberei" (Thomas Mann), bloß greift deren Wirkung nur, wenn man sich dem Roman in großer zeitlicher Dichte binnen einiger Tage und weniger Wochen aussetzt, gleichermaßen tief wie intensiv in die Atmosphäre der Zauberberg-Welt eintaucht. Andernfalls bleibt der Roman für viele Leser ein etwas sperriges Zeugnis des Bildungsbürgertums und kann so lediglich halb verstanden werden.

 

Allerlei Geschichten, auch ein langer Disput zwischen zwei Protagonisten über just diesen Text von Franz Kafka, finden sich in einer Erzählung, der ich den etwas märchenhaft anmutenden Titel Die Reise des Lucas Leon nach Sonnenland gegeben habe. Als Schreiberling fragt man sich natürlich stets, inwiefern die innere Welt der Protagonisten stimmig ist, die Gefühle und Stimmungen kongruieren mit der Erfahrungswelt anderer, ob Bilder und Beschreibungen, Farben und Gerüche wirklich wirken. Daher freue ich mich besonders über Feedback zu dieser Erzählung und bin auch gerne willens, dieses – das Einverständnis vorausgesetzt – auf meiner Seite zu veröffentlichen.

 

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Uwe Ness | Texte zu Politik, Geschichte & Literatur